Montag, 24. August 2015

"Wie viel Veh-Fußball steckt schon in dieser Mannschaft?"

Diese Frage lief in den vergangenen Wochen immer mal wieder durchs Netz. Und es wäre spannend, wie sie heute beantwortet werden würde.  Je nach Blickwinkel fällt die Antwort vermutlich anders aus und je nachdem könnte sie das eine oder das -  ganz böse -  Andere bedeuten. 

Aber nein, Schluss damit.  Kein Grund, jetzt schon den Offenbarungseid zu leisten und den drohenden Untergang zu prophezeien. Dazu gab es letztes Jahr – mit 4 Punkten zum Start – keinen Grund, und auch diese Saison, in der der Start nach den im Vorfeld heftig geschürten Gute-Laune-Hoffnungen ein ganzes Stück schlechter ausgefallen ist, werden wir  uns im Laufe der Saison schon wieder irgendwie berappeln. Es wird glanzvolle Momente geben, große Siege, aufflammende Hoffnungen, viel Alltag und vielleicht ja am Ende doch noch eine Überraschung. Auszuschließen ist das nicht, auch wenn das Spiel am Samstag wirklich deprimierend war und der realistische Ausblick auf die Saison im Moment nicht besonders zuversichtlich ausfallen kann. Es war eine – fast bin ich geneigt zu sagen – relativ willkürlich auf dem Platz verteilte Ansammlung von elf Spielern, darunter - zumal für eine Mannschaft die laut eigenem Bekunden munter nach vorne spielen will - erstaunlich viele Defensive. Sie rotierten mehr oder weniger wach  über den Platz.  Fehlpässe. Ballverluste. Grobe Schnitzer. Keine Standards. Merkwürdige Ein- und Auswechslungen. Castaignos, Seferovic und Aigner mit rabenschwarzem Tag. Für Russ gilt:  De Torschütze nihil nisi bene.  Und Hasebe rechts hinten geht gar nicht.  

Samstag, 22. August 2015

Erstes Heimspiel 2015/16 oder: Die Klärung der A-Frage

30 Grad. Hochsommer. Und das Freibad bei uns im Nachbarort hat tatsächlich in der vergangenen Woche damit angefangen, die Anlage gründlich zu renovieren. Das gibt’s doch gar nicht? So doof kann man doch gar nicht sein? Stimmt. Das Freibad hat selbstverständlich weiterhin geöffnet, renoviert wird dann in ruhigeren Zeiten.

Samstag, 8. August 2015

Wollen wir mal wieder...?

Ächz. Heiß. Und: Yeah. Es geht wieder los, Pokalauftakt in Bremen. Bei "groß" gegen "klein" geht man gerne davon aus, dass der große Verein den kleinen unterschätzt, in diesem Fall scheint es umgekehrt. Zwei Spieler des SV haben keine Lust auf die Eintracht und wollten ihren Urlaub für so ein pillepalle Spiel gar nicht erst unterbrechen. Merkwürdig,  wo doch zwischen Frankfurt und Bremen traditionell ein besonders inniges Verhältnis herrscht.

Samstag, 18. Juli 2015

Streng geheim und total entspannt: rotundschwarze Sommerschnipsel vom 1. bis zum 18. Juli

Mittwoch, 1. Juli
Der Sommer strebt nach neuen Hitzerekorden. Claudia Kleinert treibt die Spannung in den abendlichen Wetternachrichten fast bis ins Unerträgliche. Werden wir die 40,2 Grad knacken? Unsere Katzen sind auch mit 40,1 schon gut bedient und wählen unterschiedliche Strategien, um der Hitze Stand zu halten. Während die kleine  schwarzundweiße Katze  ihre Tage flach liegend verbringt, mit dem Schatten im Uhrzeigersinn ums Haus wandert und die Abende auf dem Dach sitzt, kommt unser Katerle nur zwei, drei Mal am Tag und in der Nacht vorbei, um zu schauen, ob wir noch alle da sind. Er ist mager und struppig, frisst bei jeder Stippvisite zwei große Näpfe ratzfatz leer, lässt sich durchknuddeln und verschwindet wieder irgendwo im Gebüsch.

Donnerstag, 2. Juli
In Kanada läuft immer noch die WM der Frauen. Eher zufällig zappe ich nach langen Arbeitstagen mitunter nachts noch in ein Spiel hinein, bin guten Willens und mir manchmal  doch nicht sicher, ob es Fußball ist, den ich da sehe. Auch die Reporterinnen tragen  dazu bei. Nicht dass männliche Fußballreporter notwendig durch Sachverstand überzeugen, aber…mmh… die Kommentare der Reporterinnen klingen doch sehr fern von allem. Mit viel Spaß und Interesse habe ich ein paar Jahre lang regelmäßig Mädchen- und dann Frauenfußballspiele auf Sportplätzen in den Dörfern des rheinhessischen Hinterlands beobachtet. Das spielerische Niveau war niedrig – trotzdem hatte ich dort immer das Gefühl, Fußball zu sehen. Merkwürdig.

Samstag, 4. Juli
Das erste Trainingslager in Österreich startet - ohne Kevin Trapp. Was den Griechen ihr Oxi und Nai ist dem Franzosen sein Oui oder Non und dem Hessen sein "mer waas es net" – auch wenn die mit Blick auf die Eintracht in Frankreich anstehenden Entscheidungen deutlich weniger weitreichend sind. Eine vierköpfige, anti-kapitalistischer Umtriebe völlig unverdächtige Eintracht-Delegation fährt zu ganz und gar geheimen Geheimverhandlungen nach Paris. Vor meinen Augen entstehen Bilder von Heribert Bruchhagen und Bruno Hübner, die am Flughafen Charles de Gaulle landen. Getreu dem Motto „Wenn mich jedes Schwein erkennt, dann bin ich kein Geheimagent“, tragen sie Sonnenbrillen, die Hüte sind ins Gesicht gezogen, trotz Hitze der Kragen der Mäntel (Trenchcoat!!) nach oben geschlagen. Das Viererteam wird komplettiert durch Armin Veh und Jerry, beide ebenfalls im Trenchcoat.

Dienstag, 30. Juni 2015

So ging es weiter - Rotundschwarze Sommerschnipsel vom 8. - 30. Juni

Wie erwartet wird Wolfgang Steubing zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden der Eintracht gewählt. Weniger erwartet ist das Ergebnis einer Wahl, die in den USA stattfindet: Miss Piggy wird für ihre Verdienste um den Feminismus mit einem renommierten Frauenrechtspreis ausgezeichnet. 

In einem der ersten Statements nach seiner Wahl bezieht Wolfgang Steubing sich auf die Trennung von Ex-Trainer Thomas Schaaf. Es habe „unüberbrückbare Differenzen“ zwischen ihm und der Mannschaft gegeben. Mmh. Unüberbrückbar. Da nützt dann wohl auch kein „Brückenbauer“

I can get no satisfaction wird 50 Jahre alt und ist damit  nur unwesentlich jünger als die erste und einzige Meisterschaft der Eintracht her ist. Es wäre an der Zeit, dieses Lied zur Eintracht-Hymne umzugestalten.

Ursula von der Leyen stellt das  Luftabwehrprojekt Meads vor, mit dem wir „unsere Soldatinnen und Soldaten modern schützen können.“  Mmh. Ich dachte immer, unsere Soldaten schützen uns (also theoretisch). Und wie würde es eigentlich aussehen, wenn wir sie unmodern schützen? Vielleicht bestünde der modernste Schutz darin, wenn die Soldatinnen und Soldaten ihren Dienst in Teilzeit in der heimischen Kaserne verbringen. und im Falle des Falles ein funktionierendes Gewehr zur Hand hätten?  Meads soll  acht Milliarden Euro kosten. Aber Frau von der Leyen wähnt sich auf der sicheren Seite:  „Wir haben die Kosten konservativ, also realistisch ausgelegt, wissenalso, dass es teurer wird.“  Ich glaube, da hat sie was falsch verstanden.

Die Queen, schon fast auf dem Weg nach Deutschland, adelt Van Morrison zum Sir. Der hat in seinem Leben schon ganz andere Sachen verkraftet.

Ob er in Reutlingen auch schon einen eigenen Parkplatz hat
(Foto: 2005 bei Waldhof Mannheim) 
Bei der Pokalauslosung wirft die neue Saison schon mal ganz zart ihre Schatten voraus. Die ARD ist zu Gast im Stadion des SSV Reutlingen, dessen frischgebackener Sportdirektor – huch -  Maurizio Gaudino heißt.  Andrea Petkovic zieht die Paarungen.  Aalen ist die Heimatstadt meines Mit-Adlers, der dem VFR Aalen eine herzliche Antipathie entgegenbringt. Die Eintracht und der VFR  sind fast bis zum Schluss im Topf und beinahe hätte es geklappt mit einem Ausflug ins Schwäbische. Am Ende werden es die Amateure von Werder Bremen. Da freuen sich die Weser-Bembel.