Dienstag, 13. Juni 2017

Noch einmal: Berlin

Bleibt Hradecky oder bleibt er nicht? Und wenn er bleibt, wollen wir ihn überhaupt noch? Jesus Vallejo hätten wir alle gern behalten, aber er muss zurück nach Spanien. Wie viel Geld haben wir jetzt eigentlich tatsächlich zum Einkaufen? Steht der Sponsor, der aufs Trikot kommt, schon fest und kommt er aus den USA, wo die Eintracht, indeed, ihr Trainingslager abhält?  Das alles und noch viel mehr sind die Fragen, die die Eintracht-Welt im Moment beschäftigen. Und während nicht nur in England der Mai vorbei ist und Emanuel Macron in Paris demnächst zum Kaiser der Franzosen gekrönt wird, steht auch der Erstrundenpokalgegner der Eintracht  schon fest: TUS Erndtebrück, Oberliga Westfalen,

Ja, so geht es weiter, immer weiter. Hier jetzt erst nochmal ein Zwischenstopp -  als Nachklapp ein paar (vielleicht auch ein bisschen mehr als ein paar ,-)  Impressionen von unserem Pokalausflug nach Berlin.

Freitag, 26. Mai 2017

Finale revisited

Noch 24 Stunden bis zum Anpfiff in Berlin. Haben wir je an dieser Saison gezweifelt? Uns im Stadion  die Haare gerauft? Gegrübelt wie das so weiter gehen kann und wird nächste Saison? Makkulatur. Schnee von gestern. Seit gut einer Woche häufen sich die guten Nachrichten zunächst im Tages- und jetzt fast schon im Stundentakt.  Gutes Timing. Überall und von überall her bricht allumfassende Harmonie und mehr Qualität über uns herein.

Freitag, 21. April 2017

Jürgen Who?

Geläutert nach durchlebter Katharsis? Trotz Kälte irgendwie-doch-Frühlingserwachen? Der Schnee von gestern? Entspannte Stimmung nach einem bzw. vor dem nächsten Dylan-Konzert? Warum auch immer, so ist es doch wahr: ich freue mich richtig auf das Spiel morgen gegen Augsburg und fahre voller Optimismus ins Waldstadion. Klar, werden wir das gewinnen und den Schwung des deutlichen Sieges mit ins Pokalhalbfinale nehmen und Gladbach aus dem Weg nach Berlin räumen.  Bis zu 20% erhöhte Dauerkartenpreise? Ist doch super, damit unterstützen wir den Kauf von schlagkräftigen Spielern für die neue Saison. Jesus Vallejo fällt für den Rest der Saison aus? Macht nichts – wenn wir hinten ein Tor mehr bekommen, dann schießen wir einfach vorne eins mehr. Und weil ich gerade so optimistisch und entspannt bin, erzähle ich jetzt noch eine Eintracht-Geschichte, die ich vor einigen Wochen erlebt habe und die mir seitdem schon manch heitere Minute bereitet hat. Wenn ich mich nicht so gut fühle, genervt oder wütend bin (möglicherweise sogar im Stadion), denke ich daran und – schwupp di wupp – muss ich lachen und mir geht es wieder besser. Dieses Rezept will ich gerne mit euch teilen.

Sonntag, 16. April 2017

Elfter. Fast.

Ungelogen und ohne Witz: Meine
Osterlektüre = Original-Stilleben
von heute
Die Spannung war fast unerträglich. Gestern, nach der Niederlage in Dortmund, war die Eintracht noch Neunter. Dann, nach dem Werder-Sieg gegen den HSV, hatten wir bereits einen weiteren Schritt in die richtige Richtung gemacht. Wo würden wir nach der Begegnung gegen Schalke stehen? Würde uns bereits heute der Coup gelingen, ihn, den ultimativ für uns vorgesehenen elften Platz zu erringen?

Zunächst sah es nicht so aus. Darmstadt gibt Lebenszeichen und überraschend in Führung - wir verharren vorläufig auf Platz 10. Aber es gibt noch Hoffnung, Schalke wird stärker. Jetzt, jetzt wird es geschehen - ein Elfer für die Knappen, aber - nein - was ist das? Burgstaller verschießt. Werden wir uns vielleicht heute doch noch auf Platz 10 halten? Aber es gibt doch noch Hoffnung. 75. Minute - Schalke gleich aus. Und da ist er endlich, der Moment, an dem wir zurück gekehrt sind. Elfter. Wir haben es geschafft, aber die Freude ist von kurzer Dauer. Darmstadt will uns den Triumph nicht gönnen. Gondorf trifft in der letzten Minute der Nachspielzeit zum Sieg für die Lilien und wir? Wir tauschen mit den Schalkern die Plätze und verharren fürs erste auf dem zehnten Platz.

Dienstag, 4. April 2017

Superhelden wie wir

Das bin ich mit meiner Fan-Superheld-Torjubel-Maske. Ich  stülpe sie mir immer dann über den Kopf, wenn ich ein Eintracht-Tor bejubele. Das passiert vollkommen spontan, einfach so - aus freudigem Überschwang und purem Spaß. Da es mit den Eintracht-Toren im Moment so eine Sache ist, konnte die Maske in letzter Zeit leider nicht zum Einsatz kommen. Dass mein Kaffee-Vorrat allmählich zur Neige geht, ist sicher purer Zufall. Wird Zeit. Für einen neuen Sponsor, aber vor allem für ein Tor.


Samstag, 1. April 2017

Nicht ohne Alex

Vor dem Heimspiel gegen Gladbach. Das Wetter ist nicht ganz so strahlend schön wie in den letzten Tagen,  es kann auch mal einen Schauer geben. Offen ist, ob wir heute Abend mit einer Dreier-, Vierer- oder Fünfer-Kette spielen werden und wer dafür vorgesehen ist, den Ball ins (gegnerische!) Tor zu befördern. Aber das werden wir dann schon sehen. Klar ist: Alex hat Ferse und wird nicht dabei sein. Das ist praktisch, dann brauchen wir uns keine Gedanken darüber zu machen, ob er mental schon wieder fit genug ist, um für die Eintracht Tore zu schießen. Damit eingefleischte Meier-Fans sich bereits auf die Meier-lose Zukunft vorbereiten können und trotzdem nicht auf Alex verzichten müssen, wartet auf uns alle heute im Stadion eine echte Überraschung. Von Martin lernen, heißt siegen lernen. Und so bietet der Eintracht Fan Shop rechtzeitig vor dem Spiel gegen die Borussia eine lebensgroße Alex-Meier-Pappfigur zum Sonderpreis von 49 Euro 90 an. Wer will kann – mit einem rotundschwarzen (oder schwarzundweißen) Rahmen für nur 2 Euro Grundgebühr ein Selfie mit dem Papp-Alex machen.*

Ansonsten könnte die allgemeine Gemüstlage vor dem heutigen Heimsieg gegen Borussia Mönchengladbach kaum besser sein. Die Mannschaft hat hervorragend geheim trainiert. Die Stimmung ist positiv, fast schon euphorisch. Frühling. Alles ist bestens. Und sollten wir wider Erwarten das Spiel heute nicht gewinnen – immer dran denken: Es war trotzdem eine prima Saison.

*Sollte die Eintracht diese Merchandising-Idee tatsächlich umsetzen, reklamiere ich vorsorglich bereits heute eine Umsatzbeteiligung. 


Zwischen-den-Spielen-Schnipsel

Freitag , 17.3.2017
Vor dem Spiel gegen den HSV schaue ich mir das Video der Pressekonferenz an – das heißt: Ich versuche es, es klappt aber nur mit gewissen Einschränkungen. Das Video startet: „Herzlich willkommen zu unserer Pressekonferenz…“,  läuft dann 1 Minute und 25 Sekunden, stoppt, buffert und: Startet wieder von vorne: „Herzlich willkommen zu unserer Pressekonferenz“  Dieses Mal komme ich bis zu Minute 5, weiß dass die Magen-Darm-erkrankten Stendera und Tawatha wieder an Bord sind, ebenso wie Marius  - und bevor ich mir darüber im Klaren bin, wer genau „Marius“ denn nun ist, stoppt das Video wieder, buffert und… hiiilfe… „Herzlich willkommen zu unserer Pressekonferenz“ Auf diese Weise arbeite ich mich mit insgesamt neun Versuchen bis zur 13. Minute vor, weiß, dass Marco Fabian lebensfroh ist und mit dem HSV ein schwerer Gegner auf uns wartet, wir aber die Punkte hier behalten wollen. Dann habe ich keine Lust mehr.

Samstag, 18.3.2017
Das Spiel ist aus. Punkt. Ich brause zornentbrannt durch Regen, Nacht und Wind wieder nach Hause und kann mich gar nicht wieder einkriegen. Mir geht es wie dem Rentner, der früher im F-Block hinter uns stand: „Ich bin gar net zufridde.“  Wie ich dann im Sportstudio erfahre: Niko Kovac schon. Auch Axel Hellmann ist der Auffassung, dass der Punkt Gold wert war. Ich aber habe keine Ahnung, warum ich mich darüber freuen soll, dass wir zum Glück in der Hinrunde so viel Punkte geholt haben, dass uns eine mögliche Tasmanenrückrunde nicht in den Abgrund stürzt.

Sonntag, 19.3.2017
Der Wind stürmt und ich mache einen langen Spaziergang durch die Äcker, ich renne und hopse, stehe mitten im Feld und lasse mich durchpusten.

Chuck Berry ist tot. Hail, Hail, Rock’n Roll. Und ein Lied für die Eintracht hat er auch geschrieben: "Sweet little 118“


Montag, 13. März 2017

Bock is back

Hurra! Endlich ist es wieder so weit. Nach einigen Monaten der Abstinenz ist er zurück: Der Bock, der umgestoßen werden muss. Wollte in der Hinrunde noch HSV Trainer Gisdol gegen die Eintracht „den Bock umstoßen“  (und kam dabei ziemlich unter die Räder), sind es dieses Mal nun wir, die den Bock im Visier haben. „Wir müssen den Bock umstoßen", fordert Niko Kovac.

Da der umzustoßende Bock (wahlweise die Kuh, die vom Eis muss) in Frankfurt gute Tradition hat, wissen wir alle, dass das Umstoßen bisher mal mehr, meistens weniger gut gelungen ist. Meine Alarm-Antennen sind also sensibilisiert. Hohe Zeit, die Dinge systematisch anzugehen. Hier und jetzt ist jeder gefordert, der den Adler im Herzen trägt. Verlange nichts von deinem Verein, was du nicht selbst zu geben bereits bist. Und deshalb kommt es hier: Das ultimative „Stoß den Bock um“-Spiel für den Schreibtisch. Keine Entschuldigungen, keine Ausreden. Grippekrank? Magen-Darm-Virus? Rücken? Knie? Hier kann jeder mitmachen!