Montag, 13. März 2017

Bock is back

Hurra! Endlich ist es wieder so weit. Nach einigen Monaten der Abstinenz ist er zurück: Der Bock, der umgestoßen werden muss. Wollte in der Hinrunde noch HSV Trainer Gisdol gegen die Eintracht „den Bock umstoßen“  (und kam dabei ziemlich unter die Räder), sind es dieses Mal nun wir, die den Bock im Visier haben. „Wir müssen den Bock umstoßen", fordert Niko Kovac.

Da der umzustoßende Bock (wahlweise die Kuh, die vom Eis muss) in Frankfurt gute Tradition hat, wissen wir alle, dass das Umstoßen bisher mal mehr, meistens weniger gut gelungen ist. Meine Alarm-Antennen sind also sensibilisiert. Hohe Zeit, die Dinge systematisch anzugehen. Hier und jetzt ist jeder gefordert, der den Adler im Herzen trägt. Verlange nichts von deinem Verein, was du nicht selbst zu geben bereits bist. Und deshalb kommt es hier: Das ultimative „Stoß den Bock um“-Spiel für den Schreibtisch. Keine Entschuldigungen, keine Ausreden. Grippekrank? Magen-Darm-Virus? Rücken? Knie? Hier kann jeder mitmachen!

Samstag, 11. März 2017

Ab zum Zahnarzt!

Die allgemeine Situation bei der Eintracht (von wegen Kranke und Verletzte und überhaupt) sowie die Pressekonferenz vor dem Spiel in Bayern geben Anlass zu äußerstem Optimismus. Ich fasse mal zusammen:

Sonntag, 5. März 2017

Krise oder nicht Krise - das ist hier die Frage.

Hier sitze ich mit meinem Eintracht-Schal um den Hals, huste und schniefe (Kollateralschaden des Pokalspiels vom Dienstag), die Sonne strahlt vom Frühlingshimmel und ich kann mich vor dem Spiel gegen Freiburg eines bänglichen Gefühls nicht erwehren. Dabei sind es zum einen die - vorsichtig formuliert - unterdurchschnittlichen Leistungen auf dem Platz, die mich beunruhigen,  noch mehr jedoch die Äußerungen unseres Trainers in den letzten Tagen, zuletzt auch bei der PK vor Freiburg. Wo sind sie hin, die Geradlinigkeit, die Zielstrebigkeit, die Zuversicht, die Ärmel-Aufkrempel-Mentalität?  Als alles perfekt lief, war bei der Eintracht "Alles Kovac" - vielleicht ist auch die Krise, in der wir uns - möglicherweise, mer waas es noch net - befinden, so ein bisschen auch eine Kovac-Krise...?

...Wir werden als Treter-Truppe abgestempelt, dabei sind wir eigentlich zu brav. Die Leistung wird zu negativ dargestellt, auch wenn sie nicht zu 100 Prozent gefällt. Uns fehlen über 50 Prozent der Stammspieler. Den freien Tag sollen die Spieler mit ihren Familien verbringen, die Füße hochlegen und sich freuen. Freiburg ist stark.  Freiburg ist im Aufwind, spielt einen sehr guten Fußball und steht (anders als wir???) In der Tabelle zurecht da, wo es steht. Es wird noch viele Punkte holen.... "Hoffentlich nicht an diesem Wochenende." "Ich wünsche mir, dass unser Verbund so steht wie er muss." Ja, das wünsche ich mir auch. Überzeugend und kämpferisch klingt anders.

Mittwoch, 1. März 2017

Unterm Strich war es ein echt toller Abend. Echt jetzt.

Halbfinale - yeah!!! Marco Russ - so ein Glück. Wow. Was für ein Moment!!! Das sind die Dinge des gestrigen Abends, die zählen und bleiben. Vielleicht wird sich später auch noch der eine oder andere daran erinnern, wie beeindruckend es uns während des Spiels gegen den abstiegsbedrohten Zweitligisten Arminia Bielefeld gelungen ist, unsere technische und spielerische Überlegenheit in die Waagschale zu werfen. Aber wie war das eigentlich vor dem Spiel? Draußen im Matsch? Daran erinnert sich wieder mal keiner - ich erzähle es euch.

Montag, 27. Februar 2017

Bumbaaf

Bei der Oscar-Verleihung wird  „La La Land“ als bester Film verkündet und während die Gewinner schon auf der Bühne feiern, stellt sich heraus, dass eigentlich „Moonlight“ gewonnen hat. Da hat wohl jemand den Begriff fake news wörtlich genommen.
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Es ist dir wichtig, politisch korrekt durch die noch verbleibenden Fastnachtstage zu kommen?  Obwohl der Burka jahrelang dein absolutes Lieblingskostüm war, hast du dich deshalb in diesem Jahr für eine andere Verkleidung entschieden. Das ist gut, trotzdem solltest du dein Kostüm noch einmal einem kritischen Review unterziehen.

Sonntag, 19. Februar 2017

Zusammen gewinnen, zusammen verlieren.

Gerne erzählt mein Mit-Adler eine Geschichte, die schon ein paar gute Jahre her ist. Berlin. Kreuzberg. Cuvrystraße. WG-Zimmer im vierten Stock eines – sagen wir mal: sanierungsbedürftigen - Altbaus.  Ein stickiger Sommerabend.  Überall ringsherum sind die Fenster weit geöffnet. Musik-, Fernseh- und Gesprächsfetzen. Plötzlich ein lauter, martialischer Schrei: „Scheiß Programm.“ Fast zeitgleich fliegt ein Fernsehgerät am Fenster vorbei und zerschlägt mit lautem Knall im Innenhof.

An diese Geschichte musste ich gestern im Waldstadion denken. 70. Minute – gerade hat Schiedsrichter Winkmann den Elfer für Ingolstadt gepfiffen. Und da ertönt er, der Urschrei, hinter uns aus dem Block – aus vollster Seele und mit Inbrunst: „Scheiß Spiel.“

Samstag, 11. Februar 2017

And the Sun shines bride

Dass sich hier im Blog im Moment so wenig tut, hat vor allem zwei Gründe:
1) Arbeit (sehr viel)
2) Zeit (sehr wenig)

Um zumindest wieder ein  Lebenszeichen zu geben, bleibt mir nichts anderes übrig, als den bisherigen Saisonverlauf nach der Winterpause aus Sicht der Eintracht ebenso kurz zusammenzufassen:
Args. (Leipzig)
Boah. (Schalke)
Yep. (Darmstadt)
Lukaaaas (Hannover)

Die Zuversicht steigt allmählich ins Grenzenlose. KÖNNEN wir überhaupt noch verlieren? Der Niko wird es schon richten und im Zweifelsfall ist da immer noch ein Tarashai  oder Tawatha oder Max, der auch gerne zeigen will, was er kann und Fußball spielen kann wie der Teufel. Und auch, wenn man inzwischen fast schon anfängt, sich an das große Glück und sogar den Tabellenplatz an der Sonne zu gewöhnen, gibt es diese Momente, in denen es einem wie aus dem Off schlagartig einfällt, durchzuckt wie ein Stromschlag  - gestern morgen beim Frühstück zum Beispiel -, und was das alles bedeutet, zumindest denkbar ist: Europa. Berlin. Wir. Ende Mai. Im September vielleicht schon auf der Fähre Richtung britische Insel. Hach. Und was auch immer falsch ist, an dem, wohin sich die Welt, der Fußball und die Eintracht entwickelt (und das ist eine ganze Menge) - im Moment ist das einfach nur großartig,  was diese bunte Truppe auf dem Platz zeigt und mit uns anstellt.

Niko will nicht zu viel gelobt werden und ist demütig. Lukas macht Geschichten und heute Abend im Sportstudio wird er darüber berichten, wie das war mit dem Handspiel in Leipzig, dem Elfer in  Hannover - und mit dem Sieg heute in Leverkusen.