Sonntag, 21. August 2016

Der Prozess

Gleich geht es los. Vor ein paar Tagen hätte ich noch weit von mir gewiesen, dass ich aufgeregt bin – jetzt weiß ich wieder: „Es“ ist stärker.  Skepsis und Zweifel am alternativlosen Konzept sind ausgesetzt. Die Minuten vor dem ersten offiziellen Pflichtspiel einer Saison sind eine Art Verheißung. Alles ist neu.  Ok, ok - es kann schief gehen, die ganze Fußballwelt ist schief und der Weg, den die Eintracht da geht, will mir nicht gefallen, aber hey: Alles kann auch gut werden, richtig gut. Alles ist möglich. Der Funke wird springen. All die vielen Neuen werden sich von jetzt auf nachher in unsere Herzen katapultieren. Wir sind Mascarell, Hrgota und Blum, Tawatah und Hector, Varela und Rebic. Meier, Hradecky, Ozcipka, Russ. Und und. Und Kovac. Eintracht? Eintracht.

Kann gut sein, dass wir schon in wenigen Wochen (vielleicht sogar in wenigen Stunden) wieder geerdet sind, wieder nur noch von Spieltag zu Spieltag denken und uns darin bestätigt sehen, dass das alles so nicht funktionieren kann, Spieler eben nicht beliebig ausgetauscht werden können und ein Trikot mit dem Adler auf der Brust nicht ausreicht, um aus einem Spieler einen Eintrachtler zu machen. Kann gut sein, dass es spielerisch einigermaßen läuft und sich trotzdem falsch anfühlt. Oder dass wir wieder jeden Sieg und jedes Pünktchen zählen und uns damit über Wasser halten, dass wir uns gegenseitig versichern, dass das zähe Ringen um Glück doch viel erfüllender und weniger langweilig ist als immer und immer einfach nur zu gewinnen.

Montag, 15. August 2016

Sommer-Schnipsel

Sommer ist.  Wann fängt er an, wann hört er auf? Kann man so nicht sagen. Es ist ein Gefühl, in das man allmählich hineingleitet und sich dann fallen lässt Das tägliche Leben folgt einem eigenen Rhythmus, eine eigene Welt jedes Jahr wieder, scheinbar endlos.  Und doch spürt man gerade in den intensivsten Momenten schon die nahende Veränderung. Die Farben verdichten sich und glühen, es wird früher dunkel, die Nächte sind kühl und die Eintracht-Neuigkeiten, werden dringlicher und schieben sich immer mehr in den Vordergrund. Nur noch eine Woche bis zum Pokalspiel in Magedeburg. Irgendwann wachst du auf, die Sonne scheint, alles ist wie immer, aber du weißt: Der Sommer ist vorbei.

Sonntag, 7. August 2016

Wo bist du?

Wer denkt, dass es bei dieser Frage um die noch zu besetzende „Planstelle“  des Innenverteidiges bei der Eintracht geht, irrt sich. Hier geht es um Wichtiges, nämlich um diesen Liegestuhl:



Sonntag, 24. Juli 2016

AdlerToGo

Taleb Tawatha, Omar Mascarell, Branimir Hrgota, Ante Rebic, Danny Blum, Jesús Vallejo, Guillermo Varela. Ich habe jetzt  intensiv angefangen, mir  die Namen der neuen Eintracht-Spieler einzuprägen und repetiere sie mehrmals täglich. Sicher gute Fußballer dabei. Manche werden sich durchsetzen. Andere nicht. Wir werden sehen.

Mit fortschreitender Testspiel-Dichte verbindet sich allmählich mit dem einen oder anderen Namen auch ein Gesicht.  Zur Vorbereitung auf die neue Saison plane ich, mir eine Art  Memory zu basteln, bei dem man die Namen den passenden Köpfen zuordnen muss. Mit den Vorarbeiten habe ich bereits begonnen.

Alle Welt spricht über PokemonGo, aber ist eigentlich noch niemandem aufgefallen, dass das „PokemonGo“-Prinzip längst auch in anderen Gesellschaftsbereichen greift? Nehmen wir doch einfach mal die Transferpolitik der Eintracht. Also:

Die PokemonGo-App (der Scout) macht dich darauf aufmerksam, dass irgendwo ein interessantes Pokemon (Spieler) auf dich wartet – du musst es nur noch fangen (verpflichten). Du begibst dich ins Freie und – wuppdich – ist das Pokemon, das eben noch irgendwo im virtuellen Raum flotierte, Teil deiner eigenen Welt – es hat sich z. B. am Frankfurter Flughafen versteckt. Bevor du es fangen kannst, musst du es zunächst in seinem Versteckt aufspüren. Wenn du clever bist, schaust du gleich auch mal, um was für ein Pokemon es sich handelt: Raichu (Innenverteidiger ?), Taubsi (Stürmer?), Picachu (Linksaußen? ), Smettbo (6er? ) usw.  (Nicht dass jemand auf den Gedanken kommt, ich kenne mich aus mit Pokemons, ich habe einfach in einer Liste nachgeschaut - möglicherweise auch das eine Parallele zum professionellen Scouting?)

Dienstag, 28. Juni 2016

Bämm - jetzt kommt Attilasche!

Noch eine Woche bis zum Trainingsauftakt. Immer neue Meldungen von Abgängen,  als Neuzugang kann bisher nur Branimir Hrgota verzeichnet werden. Aber das macht nichts, denn „wir haben noch viel Zeit“, die Transferperiode wird „spannend“  und „tricky“ und  hinter den Kulissen geht das große „Ausmisten“Aufräumen“ und „Entstauben“ weiter.  Gut, dass wir jetzt endlich wissen, was für ein schrecklicher Saustall bei der Eintracht geherrscht hat,  und was für ein Glück, dass endlich jemand da ist, der so richtig durchwischt.

Freitag, 24. Juni 2016

Rotundschwarze EM-Schnipsel: Au offensiv. Hehe. Und immer on fire.

Die Welt draußen ist derzeit blauundgrün und genau das sind auch die bisher vorherrschenden Farben bei der EM in Frankreich. The boys in green und mehr noch die in blau sind einfach wunderbar. Und sonst so?

Ronaldo ist und bleibt Ronaldo, findet trotzdem Zeit für ein Selfie mit einem Flitzer und zeigt, dass er nicht nur ist wie er ist, sondern außerdem ein begnadeter Fußballer. Jogi Löw hat das Hosen-Gate gut überstanden und ist au offensiv. Mario Gomez spielt Stoßstürmer, obwohl es den gar nicht mehr gibt. Die Trikots der Schweizer überzeugen durch Rissfestig- und Haltbarkeit. Andi Möller hüpft ungarisch  grün und merkwürdig im Hintergrund. Fast alle wichtigen Tore fallen in der letzten Minute oder danach und in genau selbiger erleidet ein isländischer Radioreporter fast einen Herzkasper. Wer will es ihm verdenken. Unterdessen sieht Mehmet Scholl viele wunderbare Spiele, worüber Oliver Kahn erst nochmal nachdenken muss. Hehe.

Treten die Engländer jetzt eigentlich auch aus der EM aus? Möglicherweise dürfen die Schotten nachrücken. Gareth Bale ist ein cooler Typ und hat – so berichtet Bela Rethy  - seinen eigenen Frisör mit nach Frankreich gebracht.  Warum erschließt sich nicht so recht, trägt er doch wie viele andere die Hey-ich-bin-cool-Trend-Frisur, die Alex Meier schon vor Jahren antizipiert hat und die meine Oma wahrscheinlich mit „Duddel auf dem Kopf“ bezeichnet hätte.

Apropos Wales: Flashback

Sonntag, 12. Juni 2016

Der Stand der Dinge

Still ruhte der Blog in den vergangenen Wochen. Nicht etwa, weil es mir vor Glück die Sprache verschlagen, sondern weil mich die Arbeitswelt voll im Griff hatte. Wird wieder mehr. Und bevor die EM-Dinge so richtig an Fahrt aufnehmen, hier ein kleiner Zwischenstand zur - yeah! - Erstliga-Saisonvorbereitung der Eintracht. Ich hoffe, ich habe das, was in den letzten Wochen durchs Netz und durch die Zeitungen geschwappt ist, alles richtig verstanden und zusammengefasst.

Also: