Montag, 31. Januar 2011

"Was sind das für Zuversichten?"

Am Sonntag morgen, viel zu früh für einen Sonntag, wache ich kurz auf. Die Sonne blinzelt durch die Ritzen des Rolladens und bevor ich mich noch einmal umdrehe und einkuschele, huscht mir ein Gedanke durch den Kopf: „Vielleicht sollten wir heute nicht ins Stadion gehen.“ Bevor ich mich darüber wundern kann, dass ich das seit hundert Jahren zum ersten Mal und tatsächlich gedacht habe, bin ich schon wieder eingeschlafen und als ich zwei Stunden später dann wieder – und diesmal richtig – aufwache, ist der frühmorgendliche Gedanke nur noch eine ferne Erinnerung.

Die Welt draußen ist sonnig und kalt. Der Himmel blau. Noch Zeit für ein spätes Frühstück, ein Blick in die Zeitung und ins Netz, kurz nochmal die Katze durchgeknuddelt – und dann: Ärmel und Kopf aufkrempeln. Auf in die Welt.

„Flaues Gefühl,“ simst es aus der Ferne. Und auch bei uns im Auto ist auf dem Weg Richtung Waldstadion die Stimmung eher verhalten. Mir ist – wenn ich’s recht bedenke - sogar regelrecht mulmig, aber ich will nicht unken - Nein. Nein. Nein. – und vertraue fest darauf, dass sich meine gewohnte jetzt-erst-recht-Zuversicht einstellen wird, je näher wir dem Stadtwald kommen. Aber: Nichts. Stehe zwar in der Schlange am Eingang, aber irgendwie auch neben mir, höre einem jungen Mann zu, der seiner Begleiterin etwas vom Pferd – von wegen „was ich alles schon erlebt hab“ - erzählt. Der Herr rechts neben mir ist mit seinem iPhone beschäftigt. Aha, der VFB liegt auch zehn Minuten vor Schluss noch gegen Freiburg hinten. Und dann sind wir auch schon im Stadion. Europalied. Die Mannschaften kommen. Und da schwappt sie doch noch über mich, die Welle und ich denke „Hey. Verdammt. Das da, das ist die Eintracht. Meine Eintracht. Alles Quatsch, was so geschwätzt und geschrieben wird. Alles gut.“ Die Mannschaftsaufstellung. „Oka…“ „NIKOLOV“ , „ Sebastian…“ „JUNG“. Höre ich mich rufen. „Alexander…“ „ MEIER“, „Ca…“ „IO“, „Martin…“ „FENIN“, „ Patrick…“ „OCHS“ (War ich das? Ich kann nicht anders…). Weiter. „Maik…“ „FRANZ“, „Marco…“ „RUSS“, „Pirmin…“ **blank** Nein, das „SCHWEGLER" heute wirklich ohne mich.

Altintop tatsächlich auf der Bank. Fenin spielt einzige Spitze. Kann das sein? Es kann. Na ja, wir spielen ja immerhin gegen den Tabellenletzten. Schauen wir mal. Und was wir sehen, sieht überraschend gut aus. Das System mit einer Spitze ist zwar erkennbar suboptimal - Martin, der kein Mittelstürmer ist, müht sich, aber hängt in der Luft; das Spiel wird zu eng, alles über die Mitte, keine Spielverlagerung, kein Druck über die Außen - aber Gladbach ist schwach, sehr schwach und wir gewinnen schnell ein Übergewicht. "60% Spielanteile. Torschüsse - SGE: 7, Borussia Mönchengladbach: 1" ist auf dem Videowürfel zu lesen und dann wird es wohl so sein. Caio wirkt wacher als je. Boah. Der Freistoß. Boah. Der Schuss aus 20 Metern,der übers Tor streicht. Boah. Die Bogenlampe von links. An den Pfosten. Patrick Ochs legt – wie immer in den letzten Wochen - in den ersten zwanzig Minuten los wie die Feuerwehr. „Der will sich nichts nachsagen lassen und ein gutes letztes Spiel für die Eintracht machen.“ Sage ich. „Der will zeigen, dass er sich von dem Geschwätz nicht beeindrucken lässt und weiter alles für die Eintracht gibt.“ Sagt mein junger Mit-Adler. Kann so oder so sein.

Ein Stück weiter links neben uns in der Reihe sitzen heute drei Gladbacher, die sich im Zehn-Minuten-Abstand mit leerem Becher bzw. gefüllter Blase an uns vorbei raus und mit entleerter Blase bzw. neu gefülltem Becher – wahlweise Kaffee , Glühwein, Bier – an uns vorbei wieder hinein quetschen. Mein junger Mit-Adler schlägt vor, dass wir in der Halbzeit – als Service – zwei ambulante Hinweisschilder basteln und je nach Bewegungsrichtung einsetzen:


In der Halbzeitpause erinnern wir uns an das, was wir beim Frühstück über den möglichen Spielverlauf georakelt hatten: Entweder wir gewinnen klar – oder es steht bis kurz vor Schluss noch 0:0 und dann schießt Gladbach das Tor. „Jetzt mal den Teufel net an die Wand“, schimpft Thomas, unser DK-Sitznachbar und ich verschwinde noch mal kurz nach draußen.

Als ich wieder zurückkomme (hallo Fräulein Adler :-) läuft das Spiel bereits und, was soll ich sagen, es ist auf den ersten Blick klar zu erkennen, dass es kommen wird, wie es kommen muss - und so kommt es.

Nichts. Gar nichts geht mehr. Die Gladbacher immer noch schwach, aber mit erkennbar mehr Willen und Energie, die den Unterschied ausmachen. Und als in der 87. Minute Ioannis Amanatidis und Halil Altintop für Maik Franz und Georgios Tzavellas auf den Platz kommen und die DK-Besitzerin vor mir (die aus einem mir nicht nachvollziehbaren Grund der Auffassung ist, sie sei ein Eintrachtler) anfängt wie eine Verrückte mit ihrem Eintracht-Schal zu wedeln und „AmanatidisAmanatidisAmanatidis“ zu kreischen, packt mich ein solcher Zorn, dass ich am liebsten irgendetwas werfen, zertreten oder würgen würde. Tue ich aber nicht. Stattdessen stiere ich nach dem Abpfiff zunächst unter mich, dann noch eine Weile auf das sich leerende Spielfeld und verlasse dann gesittet den Block, reihe mich ein  hinter einem Trupp singender und hüpfender Gladbacher. Schnell. Schnell. Weg hier. „Hast du verstanden warum der den Amanatidis und den Altintop nicht schon 20 Minuten früher bringt?“ Höre ich im Vorbeigehen einen Gladbacher (!) zu einem anderen Gladbacher sagen. Hilfe. Das muss ich mir jetzt wirklich nicht mehr anhören. Wir beschleunigen nochmal unsere Schritte. Ab durch die Mitte und in den dunklen Wald.

Abendliche Adler-SMS aus der Ferne: „Nach DEM Spiel geht der Ochs bestimmt zu Schalke.“ "Grmpfffffff", denke ich, und: „Hey“, sagt mein Mit-Adler, „das ist doch eigentlich eine geniale Idee  -Statt wie bisher nur im Sommer und im Winter könnte man nach jedem Bundesligaspieltag ein Transferzeitfenster einrichten." Mal sehen, was sich so getan hat. Gewinner. Verlierer. Grund genug, die Lage neu zu überdenken. Vereine und Spieler könnten jede Woche neue Perspektiven entwickeln. Cool.

Gleich mal ausprobieren. Im Fernsehen flimmern die Nachrichten. Ach, heute war Pokalauslosung. Schalke muss im Halbfinale nach München. Also wohl doch kein Internationaler Wettbewerb für die Schalker in der nächsten Saison. Wenn wir in der SMS-Logik bleiben: Hurra, die Chancen, dass Ochs bei der Eintracht bleibt, sind wieder gestiegen.

Wir gehen schlafen.

Und tatsächlich. Heute morgen dann die Nachricht: Patrick Ochs bleibt. Natürlich nicht, weil Schalke im Pokalhablfinale nach Bayern muss, sondern weil er bei der Eintracht als Kapitän in der Verantwortung steht  und es bei uns grade sportlich nicht so gut läuft.

Da haben wir wohl für dieses Mal noch mal Glück gehabt.

Scheiß Spiel, das. In jeder Hinsicht. Oder um es mit meiner Oma zu sagen: "Was sind das für Zuversichten?"

Samstag, 29. Januar 2011

Kuh-Tipps - Die Eintracht vor dem Spiel gegen Borussia Mönchengladbach

Wie geht es weiter? Wer geht? Wer kommt? Was bleibt? Und wenn: Wie lange? Fragen, die in diesen merkwürdigen Tagen für die Akteure bei der Eintracht nicht einfach zu beantworten sind. Umso glücklicher bin ich, dass es mir - ausgerechnet jetzt -  gelungen ist, die berühmte Orakel-Kuh erst- und einmalig für einen Live-Auftritt hier in diesem Blog zu gewinnen.

Ihr wisst ja: Die Orakel-Kuh hat - lange bevor von Krake Paul überhaupt die Rede war - ihre prognostischen Fähigkeiten offenbart und in den Dienst der guten Sache (= der Eintracht) gestellt. Sie ist in der Lage, mit erstaunlich goßer Treffsicherheit zu jedem Spiel der Eintracht eine Prognose abzugeben. Die Orakelkuh ist ebenso geheimnisvoll wie unbestechlich und antwortet grundsätzlich mit einem dreifachen Muh. Ihre Weisheit offenbart sie also nur dem, der in der Lage ist, ideenreich und geschickt immer wieder neue Fragen zu finden, die geeignet sind, ihr eine Prognose zu entlocken.

Wie stolz bin ich, dass es nur geringer Überredungskunst bedurfte, den Markt zu bereiten und die Orakel-Kuh davon zu überzeugen, ihre Kunst weiterhin in den Dienst der Eintracht zu stellen. Sie weiß, wie sehr wir in diesen Tagen nach klaren Ansagen und Aussagen, nach Verlässlichkeit und Perspektiven lechzen. Und hier ist sie also - hört und seht selbst:


Ähem: Sieg!

No news are good news!

Fassen wir die Themen und Ereignisse der Woche noch einmal kurz zusammen und fangen mit dem Unwichtigsten an: Am letzten Freitag hat die Eintracht – is ja kein Wunder, so als totaler Underdog  - beim HSV verloren und in den beiden Rückrundenspielen noch keinen Punkt geholt.

Nach dem Spiel wurde offiziell bestätigt, dass Michael Skibbe seinen Vertrag bei der Eintracht um ein Jahr verlängert hat. Und dann nahm das Geschehen langsam Tempo auf. Montag: Marcos Alvarez wechselt zur U23 der Bayern. Mittwoch: Markus Steinhöfer geht nach Basel, Ümit Korkmaz wird ausgeliehen nach Bochum, Cenk Tosun wechselt in die Türkei zu Gaziantepspor. Und Caio. Geht für zwei, drei oder vier (hihi) Millionen nach Moskau. Am Donnerstag dann doch nicht. Am Freitag trainiert Caio wieder bei der Eintracht mit. Gekas auch, bricht dann aber doch ab. Ebenso Ama. Clark hingegen trainiert, aber auch nicht lange. Ebenso wie Martin Fenin. Und Marco Russ wird Vater.

Atemlose Spannung hängt in der Luft und wir fragen uns: Was passiert als nächstes? Marco Russ zieht sich beim Heben seines Babys eine Zerrung zu. Ralf Fährmann stolpert nach dem Abschlusstraining über ein Kind, das ein Autogramm von ihm möchte. Chris setzt die Wasserflasche an, gießt sich dabei einen Schwapp Wasser übers Trikot und zieht sich eine Erkältung zu. Charly Körbel steht am Sonntag als Innenverteidiger in der Startformation. Das Pokalachtelfinale gegen Aachen wird für ungültig erklärt und die Eintracht steht jetzt doch, weil Bayern zurückzieht, im Halbfinale. Die Saison wird vorzeitig beendet und die Eintracht wird in einer geheimen Abstimmung - völlig überraschend und mit großer Mehrheit - zum neuen Deutschen Meister gewählt. Oka Nikolov wechselt jetzt doch zu Red Bull New York. Oder Patrick Ochs. Wechselt noch in der Winterpause. Nach Schalke.

Am besten, wir machen es wie Pirmin Schwegler. Wir schlagen die Tür nicht zu, liebäugeln aber erst einmal mit dem neuen Tag. Schließlich scheint die Sonne. Wir warten einfach die Entwicklung ab. Dann können wir ja immer noch entscheiden, ob wir unseren Vertrag mit der Eintracht verlängern und der Besuch morgen im Waldstadion eine ausreichende Perspektive bietet. Auf die paar Euro für eine Bratwurst soll es dabei nicht ankommen.



PS: Einen Vorschlag hätte ich noch. Am Sonntag konzentrieren wir uns zwischendurch mal kurz auf unser Kerngeschäft. Und gewinnen gegen Gladbach!

Dienstag, 25. Januar 2011

Die Entwicklung bei der Eintracht: Ansichtssache

Bereits vor dem Spiel der Eintracht in Hamburg war bekannt geworden, dass Michael Skibbe auch in der kommenden Saison Trainer bei der Eintracht sein würde. Im Rahmen der Pressekonferenz nach der Niederlage gratulierte der Pressesprecher des HSV dem Trainer der Eintracht zur Vertragsverlängerung. Armin Veh schloss sich der Gratulation an, nach der Spielanalyse umarmten sich die beiden Trainer („Lieber Michael, Glückwunsch zur Vertragsverlängerung“, sagte der Trainer des HSV an die Adresse seines Kollegen“) - so steht es in der FAZ. Die Blöd-Zeitung weiß dagegen, dass Armin Veh den Hamburger Pressesprecher bereits während der Gratulation unterbrach: „Nicht ihm, der Eintracht musst du gratulieren, dass sie so einen Trainer hat.“ Es ist halt alles eine Frage des Blickwinkels.

Der Vertrag, der vor der offiziellen Unterzeichnung bereits mit einem Handschlag zwischen Michael Skibbe und Heribert Bruchhagen besiegelt wurde, hat eine Laufzeit von einem Jahr. Nur ein Jahr und ohne (wie bisher) Option auf automatische Verlängerung bei Erreichen einer bestimmten Punktzahl? Genau der richtige Vertrag, genau die richtige Länge, meint Michael Skibbe. Weil es ihm bei den Gesprächen ohnehin wichtiger war, (Zitat aus der Printausgabe der Mainzer Allgemeinen Zeitung)  "wie es hier in Frankfurt sportlich weitergeht." Und die Frankfurter Rundschau zitiert Skibbe: „Ein Jahr ist gut. Das gibt einem die Möglichkeit, die Entwicklung zu beobachten und zu verfolgen." 

Mmh. Nun könnte man ja meinen, die Aufgabe eines Trainers sei weniger das Beobachten und Verfolgen, sondern vielmehr das aktive Mitgestalten - zum Beispiel, um positiven Einfluss darauf zu nehmen "wie es sportlich weitergeht."  Aber, na gut – ich bin ja lernfähig: Und werde die Entwicklung selbstverständlich aufmerksam beobachten und verfolgen – ich darf das ,-)

Freitag, 21. Januar 2011

Alternativlos. Die Eintracht vor dem Spiel in Hamburg.

Alternativlos - so heißt das frisch gekürte "Unwort des Jahres". Was für ein schreckliches Wort, das Vielfalt ausschließt und Dinge mit einem Streich erledigt. Widerspruch und Diskussion zwecklos. Ein wahrhaft typisches Wort für diese Welt, die munter darauf hinarbeitet, Dinge so gründlich und grundsätzlich zu verändern, dass es kein Zurück mehr gibt. Alternativlos. Und - es klingt fast triumphierend -  „irreversibel“.

Flashback.

Vor zwei Jahren waren wir zum letzten Mal in Hamburg.. Wir hatten uns sehr auf diesen Kurztripp gefreut und dann war all das, worauf wir uns so gefreut hatten, eine einzige große Enttäuschung. Mit einem angepieften, fast schon unverschämten Taxi-Fahrer fing es an. Das angebliche Super-Duper-Last-Minute-Schnäppchen-Hotelzimmer mit Blick auf die Alster befand sich zwar in einem sehr feinen Hotel, entpuppte sich aber als schmale Kammer mit Blick auf den Hinterhof direkt über dem Entlüftungsschacht der Küche. Das Kris Kristofferson-Konzert? Arrgs, besser schnell den Mantel des Vergessens darüber breiten. Der einst so cool-zärtlich-wilde Kris Kris verbreitete den Charme eines – hilfehilfe – Roger Whittaker. Die Mark Rothko–Ausstellung - lieblos, prätentiös, enttäuschend. Zudem war es heiß. Sehr heiß. Also nicht nur ein bisschen sondern so heiß, dass sogar die Elbe brodelte und nur die müden Witzchen des Alleinunterhalters auf dem Rundfahrt-Schiff (doch, wir haben tatsächlich eine gemacht ,-) eine abkühlende Wirkung hatten. („Der Elbstrand – der ist abends im Sommer so voll, dass die Leute nicht mehr neben-, sondern aufeinander liegen.“ Haha. „Gib nicht auf Fozzy…“ )

Trotzdem habe ich diese Hamburger Tage in guter Erinnerung. Zum Ersten deshalb, weil wir einen klugen Satz von Nick Hornby beherzigten, der da lautet: „Man darf auch rausgehen“. Zum Zweiten, weil mein Mit-Adler und ich, wenn wir unterwegs sind (und auch sonst), nicht zum „o wasn Scheiß“, sondern eher zum „hey – wir machen das“ neigen. Und zum Dritten, weil wir für die Abende einen festen Ankerplatz hatten: Das „Max & Consorten“, ganz in der Nähe des Bahnhofes, am Rande des Stadtteils St. Georg gelegen. Kaltes Bier, Bratkartoffeln, Wurstbrote, nette Leute aller Art – ein Ort zum Schwätzen, Sitzen, Trinken, Bleiben. Eine Stadtteilkneipe wie es sie nicht mehr oft gibt. Ein bisschen abgeschubbst, eingeraucht, voller Erinnerungen. Einfache Stühle und Bänke, im Sommer draußen ein paar Tische und Bänke. Ein Adler-Freund aus dem Norden hatte uns diesen Tipp gegeben: „Wenn ihr nach Hamburg kommt – unbedingt Max & Consorten.“ Für ihn seit vielen Jahren ein fester Punkt bei allen Hamburg-Trips, Trink- und Treffpunkt nach Konzerten. Bei Eintracht-Spielen.

Vor ein paar Wochen dann per Mail die Nachricht: "Stell dir vor - Max & Consorten gibt's nicht mehr."  Ein Opfer der „Gentrifizierung“ – der Umwandlung eines Stadtteils zu einem Szeneviertel. Das prenzlauerisierte St. Georg wächst und braucht neue Wohnungen. „Keiner will, dass Max verschwindet. Und keiner kann es verhindern.“  So ein Pech. Und deshalb ist das „Max“ mittlerweile weg und dort, wo es seit vielen Jahrzehnten stand, entsteht ein zwölfstöckiges, „milieugerechtes“ Wohnhaus. So ist das halt. Alternativlos.

Flashbackende.

Für „Max & Consorten“ gab es keine Alternative. Anders für den HSV - da scheinen sich nämlich gerade einige zu eröffnen.  Kommt Sammer?  Geht Ruud?  Und wenn ja: Ist das gut oder ist das schlecht? Diese Fragen bewegen die Fanszene, sollen heute Abend aber erst einmal ausgeblendet werden, denn: „Das einzige, was man beeinflussen kann, sind die eigenen Spiele.“ Meint Armin Veh.

Und welche Alternativen hat die Eintracht? Ganz einfach: Keine. Und deswegen bleibt ihr nur eins: Sie muss und sie wird sich "ihrer Haut erwehren." Oder um es mit Herbert Achternbusch auf den Punkt zu bringen: „Du hast keine Chance, aber nutze sie.“

In diesem Sinne schlage ich vor: Wir ziehen heute abend einfach das Alternativ-Los. Und gewinnen!

Auswärtssieg!

Reserviert

Wie wird sie wohl aussehen, die Viererkette der Eintracht heute abend beim Spiel in Hamburg? Zumindest eine der vier Positionen steht felsenfest. Tja, es geht halt  nichts über Planungssicherheit :-)


(Henni Nachtsheim war bei der Vorstellung seines neuen Eintracht-Kolumnen-Buches am Mittwoch-Abend im Eintracht Museum übrigens durchaus nicht reserviert, sondern ausgesprochen witzig und charmant - was man auch von dem ebenfalls im Museum anwesenden Heribert Bruchhagen sagen kann.  Herzlichen Dank  an den lieben Forumsadler-Freund, der kurzfristig verhindert war, und uns die für ihn reservierten Plätze überlassen hat. Es war ein sehr netter Abend).

Montag, 17. Januar 2011

Die nächste Strophe vom alten Reisbrei

Am Samstagabend höre ich im ZDF Sportstudio die Vorankündigung für das Spiel am Sonntag im Waldstadion. „Hannover kann morgen auf den zweiten Tabellenplatz vorstoßen“, verkündet Katrin Müller-Hohenstein. Tatsächlich? Was Sie nicht sagen. Und die Eintracht? Hey – hallo, das ist unser Heimspiel, und wir werden es gewinnen, weil nämlich dann wir es sein werden, die zu Hannover und zur Spitzengruppe aufschließen. Capisce?

Und tatsächlich. So machen wir es.

Impressionen vom Spiel: Patrick Ochs, der in der ersten halben Stunde auf der rechten Seite herum mannövert als habe er tatsächlich vor, was er vorher verkündet hatte: Sich festbeißen – und von dem in der zweiten Halbzeit nichts mehr zu sehen ist. Halil Altintop, der (auch in seinem eigenen Sinn) zur Halbzeit hätte ausgewechselt werden müssen, und von seinem Trainer, der voll hinter ihm steht, eine viertel Stunde vor dem Ende zum Abschuss freigegeben und – sichtlich um Fassung bemüht – regelrecht vom Platz gepfiffen wird. (Ja, ja. Heißt ja auch "Stimmungsblock"). Martin Fenin, der nach seiner Einwechslung eine herausragende Szene hat und dann auf dem Flügel verhungert. Ioannis Amanatidis, der – wie immer – viel zu spät auf den Platz kommt, und hauptsächlich damit beschäftigt ist, den wild entschlossenen Ama zu geben. Caio, der unverdrossen gebracht wird, um dem Spiel eine Wende zu geben und in den ich bis gestern auch immer noch ein wenig Hoffnung gesetzt habe. Jetzt nicht mehr. Benni Köhler. Ach, der Allzweck-Benni. Dem habe ich merkwürdigerweise kurz bevor sein Gegenspieler die Flanke zum 3:0 in den Strafraum zog direkt ins Gesicht gesehen. „Hin“, schrie ich, aber es war aussichtslos. Ein Ausdruck von Resignation, Verzweiflung, Ärger und ein kleines bisschen auch ein Schulterzucken. Zwecklos. Tzavellas, Kaugummi kauend. Schließlich Pirmin Schwegler, der im Interview nach dem Spiel zum wiederholten Mal schmallippig zu Protokoll gibt, dass „wir nicht füreinander gelaufen sind.“ Ach.

Kevin Kraus hat  übrigens aus meiner Sicht in der zweiten Halbzeit - der Mannschaft zum Trotz - seine Unsicherheit weitgehend abgelegt und ein sehr bemühtes, recht ordentliches erstes Bundesligaspiel gemacht. Endlich mal ein Beispiel dafür, wie wichtig es ist, dass junge Spieler bei uns nicht verheizt, sondern behutsam aufgebaut werden.

„Runner mit der Luftbumb.“ „Bring endlich den Fettsack.“ „Altinflop.“ Krakeelt es um mich herum. Eintracht, Eintracht. Denke ich.

Klar, wir hätten es wissen können, dass wir  dieses Spiel nicht gewinnen werden. Und wir haben es ja auch gewusst. Alle. Schon vor dem Spiel. Weil: Das ist ja immer so bei uns. Und es ist immer so, dass wir es wissen, dass es immer so ist.

Als ich heute morgen aufwache, schwirrt mir eine Melodie durch den Kopf, ein schwäbisches Kinderlied, von dem mir mein Mit-Adler vor Jahren mal erzählt hat. Es wird in einer Art Endlosschleife gesungen. "Wie war das noch gleich?" Er summt vor sich hin:

"Das ist die erste Stroph vom alten Reisbrei
Mein Vater sagt, der muss in Gus nei
Mei Mutter sagt, man muss ihn b’halte,
den Reisbrei, den alte.

Das ist die zweite Stroph vom alte Reisbrei..."

Keine Ahnung, warum mir dieses Lied gerade heute einfällt.


PS: Und nach dem Reisbrei? Klar: Mund abputzen. Oder doch besser: Aufs Maul?

Freitag, 14. Januar 2011

Keine halben Sachen

Den folgenden Text habe ich – ganz gegen meine Gewohnheit – bereits am Dienstag verfasst, obwohl ich ihn erst heute – also am Freitag – zur Einstimmung auf das Spiel gegen Hannover einstellen wollte. Am Dienstag konnte ich noch nicht wissen, was diese Woche mir Trauriges bringen würde. Aber das ist ein anderes Thema – etwas dazu vielleicht in den nächsten Schnipseln. Der Text hier war schon fertig. Nicht halb, sondern ganz. Und hier ist er also:

Es war vor kurz vor Weihnachten als sich folgende kleine Begebenheit ereignete.
Am frühen Nachmittag war ich noch kurz in ein alteingesessenes Schreibwaren- und Bastelgeschäft in der Mainzer Innenstadt gewitscht, um verschiedene Dinge zu besorgen: Kein Großeinkauf, nur ein paar gemischte Materialien, die man halt so braucht. Allerlei Weihnachtliches – Geschenkpapier, Bänder, Kerzen -, aber auch einige Büromaterialien: einen Kalender, einen Schreibblock, Stifte. Es war relativ voll im Geschäft, an allen Kassen hatten sich etwa gleichlange Schlangen gebildet – naja, so ist das halt - ich musste also eine Weile anstehen.

Jetzt war ich dran, packte meine Sachen aus dem Körbchen, bildete zwei Häufchen und bat darum, die beiden Stäpelchen – von wegen getrenntem Beleg – getrennt abzurechnen. Ja, ja, nickte die Dame hinter der Kasse mir eher unaufmerksam zu, während sie gleichzeitig den hinter mir in der Schlange Wartenden in recht harschem Ton Bescheid gab, dass es keinen Zweck habe weiter zu warten. „Ich mach hier gleich zu, gehe se bitte an die anner Kass.“

Von hinten berechtigtes Murren. „Das hätten Sie aber auch eher sagen können…“ „Ich hab doch nur ein Teil, das werden Sie doch noch….“ Nein, nein – raunzte die Dame an der Kasse – „Des“ (sie deutet mit dem Kinn auf mich) „is mei letzte Kundin.“ Sie habe schließlich auch mal Feierabend und dann fing sie auch bereits an, die Einzelteile, die ich vor ihr aufgebaut hatte, hurtig einzuscannen. „12 Euro 58“, sagte sie, während von hinten eine der Murrenden nicht locker lassen wollte. „Bitte, ich hab’s eilig, nur das eine Teil…“ „Ich hab doch gesagt – ich mach jetzt Schluss, und außerdem hab ich auch schon abgedrückt“, hörte ich die Verkäuferin keifen, während ich das Geld für das erste Stäpelchen aus meinem Portemonnaie heraus kramte.

Abgedrückt? Wer? Was? Wen? Ich blickte auf. Die Verkäuferin saß jetzt nicht mehr. Sie stand, hatte den Inhalt ihrer Kasse in der Hand und sah mich beifallheischend an: „Also jetzt saaache se doch mal ehrlich. Die Leut – unmöglich. Ich will doch schließlich auch mal heim. Mein Bus….“ Und während ich noch überlegte, wie ich mich möglichst neutral aus der Affäre ziehen könnte , begann es bei mir zu dämmern, dass es hier nichts, aber auch gar nichts, mehr zu überlegen gab. Nein, ich hatte keineswegs grade noch mal Glück gehabt hatte, sondern auch ich war aufgelaufen. Den ersten Teil meiner Einkäufe – den hatte ich noch bezahlen dürfen. Aber der zweite? Zu spät. Auf halber Strecke. Einfach "abgedrückt".

Ich vermute, dass ich recht dämlich da gestanden habe, mit offenem Mund und heruntergeklapptem Kinn. Bevor ich mich so weit berappelt hatte, um protestieren zu können, war die Kassiererin jedenfalls bereits entschwunden. „Da kommt gleich jemand“ rief sie mir noch zu. Während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich hier und stehe nicht mehr da – sie scheint also recht behalten zu haben.

Was will uns diese Geschichte sagen? Halbe Sachen – so was macht man nicht. Und eine halbe gute Saison ist nichts wert, wenn man am Ende dann doch bedröppelt da steht. Deswegen gibt’s für die Eintracht nur eins: In der Rückrunde nicht nachlassen, sondern einfach weitermachen. Und am Sonntag fangen wir damit an. Trotz kurzer Pause. Trotz Verletzungssorgen. Keine halben Sachen – Sieg!

Sonntag, 9. Januar 2011

Den Elfmeter an die Latte versenkt

Ich hasse Kochsendungen und schaue im Fernsehen grundsätzlich keine Krimis (was - aber dies nur am Rande – den Vorteil hat, dass mein Fernsehkonsum irgendwann vermutlich gegen Null tendieren wird). Trotzdem habe ich in dieser Woche justament in einer Kochsendung zufällig einen Satz aufgeschnappt, der mich aufhorchen ließ: „Der Grünkohl ist die innere Sonnenbrille des Menschen“, sprach Alfons Schuhbeck. Ein Satz von wahrhaft stiller Größe, über den man lange nachdenken kann, wenn vielleicht auch nicht muss – jedenfalls war ich mir sicher, dass ich damit das sprachliche Highlight dieser ersten Woche des neuen Jahres gehört hatte.

Da ahnte ich noch nichts von der TV-Übertragung des Endspiels um den Antalya-Cup. Die wurde nämlich, wie schon zwei Tage zuvor das Spiel gegen Persepolis, von Oliver Forster kommentiert, und es steht zu vermuten, dass hier ein neuer Weltrekord aufgestellt wurde: Kategorie „In 90 Minuten so viel wie möglich sinnfrei brabbeln“, Unterkategorie: „Knapp daneben ist auch auf den Punkt.“

Wie so oft im Leben gibt es keinen Schaden ohne Nutzen, denn dank Oliver Forster konnte man im Laufe des Abends allerlei Interessantes erfahren. Z.B. wissen wir jetzt endlich, dass Marcel Heller in der „Frankfurter Szene“ gerne mit Ente Lippens verglichen wird. Dass Oka, „the legend“, gestern mit „Trainingslagergesicht“ aufgelaufen ist. Dass es zu den Grundkenntnissen eines jeden türkischen Schiedsrichters gehören sollte, die Rückennummer von Lukas Podolski zu kennen. Oder dass der verschossene Elfer von Clark das folgerichtige Ende der schwachen Hinrunde war, die er gespielt hat. Zum Glück haben wir ja Ama, das ist einer, auch international, „mit Bauer“.

Ja, hat der Mann denn gar kein Erbarmen? Eine Ecke der Kölner und ein kurzer Schwenk auf die ca. 20 Mann starke „Kölner Crowd“, die ihre Mannschaft anfeuert bzw. „von oben Beifall klatscht.“ Quälende Erinnerungen an Hessi James werden wach. Bei einer Oka-Abwehr prallt der Ball an den Kopf von Freis und - da haben wir den Salat - landet dann genau dort, wo auch Forsters Kommentar uns besonders hart trifft: „Im Ohrenbereich“. Das ist aber noch gar nichts gegen das, was Martin Fenin im Folgenden wiederfährt. Tatsächlich, er ist es, der (hallo, Herr Forster - wie gegen Persepolis)  im Elfmeterschießen als erster antritt und - kaum zu glauben – „den Elfer an die Latte versenkt.“

In der Pause vor dem Elfmeterschießen wurden die Siegerpokale verheißungsvoll im Bild eingeblendet. Ein kleiner und ein großer, die aussahen als stammten sie von „Jacques Hermann – größtes Spezialgeschäft von Deutschland“, das es leider nicht mehr gibt. Sehr, sehr gerne hätte ich noch gesehen wie die Pokale bei bester "Strandatmosphäre" unter dem Jubel der Massen an die beiden Mannschaften überreicht worden sind. Was Oliver Forster wohl gesagt hätte? „Kein Grund Hosianna zu rufen.“ Der Kommentar irgendwie schon.

Und deswegen möchte ich zum Ende dieses Textes noch einmal auf Alfons Schuhbeck zurückkommen. Durchblick ist nämlich extrem wichtig und so rufe ich  allen Sportreportern dieser Welt eine ganz allgemein gehaltene Bitte zu: „Esst mehr Grünkohl.“


(Mehr von Oliver Forster? Im Eintracht-Forum gibt es einen ihm gewidmeten „Best of“ Fred  mit weiteren feinen Zitaten.)

Ganz und gar ernst gemeintes PS: Alles Gute, Vasi. Nicht unterkriegen lassen!

Freitag, 7. Januar 2011

Ein Lob der Klappergass

Über Fußball wird viel geredet, und es wird viel darüber berichtet, manche sagen: zu viel, anderen ist es immer noch zu wenig. Manchmal hat man das Gefühl, es gibt eigentlich nichts mehr zu sagen. Vielleicht überholen wir uns irgendwann selbst – immer schneller, immer mehr, immer noch lustiger, noch kompetenter, noch direkter. Kein Ort mehr. Nirgends. Alles beschrieben, durchgekaut, analysiert, belächelt, in Szene gesetzt. Tragen wir, die wir diskutieren und kommentieren und alles immer wieder neu hin und her wenden, vielleicht selbst dazu bei, das, was uns am modernen Fußball ärgert, mit voran zu treiben? Verlieren wir – ganz allmählich – den Fußball, den wir lieben, aus dem Blick?

Wer selbst schreibt, wird zwischendurch immer wieder von dem Gefühl übermannt - oder (hihi) überfraut – hey: „Lohnt“ das? Wird das überhaupt gehört und gelesen? Hat das Raum? Ist das, was ich zu sagen und aufzuschreiben habe, so „anders“ oder so relevant, dass es auf interessierte Leser hoffen darf? Wann „lohnt“ es sich? Wenn drei oder vier oder zehn - oder erst, wenn zwanzig oder fünfzig, hundert oder zweihundert Leser mitlesen und kommentieren?

Und doch gibt es - auch im Netz - Orte, die es schaffen, sich zu unterscheiden. Die sich aus dem Getriebe herausgebeamt haben und trotzdem – oder gerade deshalb – ganz nah dran sind, an dem, über das sie berichten. Einer dieser Orte ist zweifelsohne die Klappergass, in der Kid über die Eintracht schreibt. In der Regel macht er das sachlich, in jedem Fall faktengesättigt, akribisch, manchmal zornig, gern auch mal ein wenig ironisch, beharrlich, immer emotional, mitunter wehmütig oder traurig und zweifelnd, manchmal – sehr fein dosiert – auch euphorisch. Aber immer sehr persönlich und mit ganz eigenem Ton, sprachlich fein, unverwechselbar. Die Eintracht liegt ihm am und im Herzen liegt - und vielleicht gerade deshalb lässt er sich nicht davon leiten, was um ihn herum gerade für eine Sau durchs Ort getrieben wird. Die Klappergass -eine Art Insel, auf der ein kleines Häuschen steht, aus dem ein freundliches kleines Licht blinkt und auf dem eine Adler-Fahne gehisst ist.  Nein, wenn ich’s recht überlege: Eine Fahne sehe ich nicht, die würde da nicht hinpassen, weil: Die weht ja im Wind.

Wenn in der Eintracht-Welt rundherum hohe See ist und überall Land unter – dann tut es gut, in der Klappergass vorbei zu schauen und dort – aus einer Distanz, die Nähe erst möglich macht - mit Kids Augen auf das Geschehen zu blicken, zu fachsimpeln, einzuordnen und verschiedene Blickwinkel zu kanalisieren. Im Überschwang ist es hilfreich, die Euphorie zu erden, das Adler-Herz zu spüren. In den - bei der Eintracht bekanntermaßen äußerst seltenen - Fällen von Frust und Ärger und Enttäuschung tut es gut, die Ereignisse noch einmal im Zusammenhang zu bedenken und auch dabei  die Zwischentöne mit einzubeziehen. Der Kid kann zwar, wie er selbst bekundet, nicht kurz – aber er kann sprachlich pointiert und differenziert. Und er kann – doch, kann er! - mitunter sogar böse. Und wie ich weiß, gibt es Leute, die mögen seine Texte gerade dann am liebsten.

Manchmal möchte man vor Kid kapitulieren – und zwar, je nach momentaner Verfasstheit, in der einen oder anderen Hinsicht. Dann zum Beispiel, wenn die Eintracht-Diskussionen mal wieder besonders heftig wogen und man sich – vielleicht sogar von einer Headline gelockt – in Kids Blog einige pointierte Worte zur Lage erhofft – und stattdessen die Fortsetzung der zeit- und geschichtengesättigten Spielberichte fürs Eintracht-Archiv aus der Saison - sagen wir mal - 1975/76 findet. Huch, mag man zunächst denken. Und kommt dann zum Schluss: Yep. Gut so. Dafür ist eigentlich immer der richtige Zeitpunkt.

Immer der richtige Zeitpunkt wäre auch für dieses kleine Lob auf die Klappergass, aber es hat einen konkreten Anlass: Trainer Baade präsentiert in seinem Blog derzeit die Vorschläge zur Wahl zum „Sportblogger des Jahres“ . Ein wunderbar vielfältiger Blick auf das kreative, bunte, wilde Fußball-/Sport-Blog-Geschehen.  Einer der Vorschläge ist der/das Blog von Kid Klappergass. Alle sind gut, besser, am besten. Trotzdem. Ich glaub, ich weiß jetzt schon, wen ich wähle :-)